Selbstgespräche -der erste Weg zur Besserung?

Klar doch, hat grad noch gefehlt, fängste jetzt total die Spinnerei an? 

Wer bestimmt eigentlich was Spinnerei ist?
So what.
Lass mer doch grad mal festhalten was ein „normales“ Gespräch dem Wesen nach ist:
Du richtest nen mehr oder weniger verständlichen Wortschwall an ein Gegenüber…

…jep! Genau das ist normal!

Ach! Und -mal vorausgesetzt der Zuhörer kann dir folgen- wo ist da jetzt der Unterschied zum Selbstgespräch?
Ich sprech schließlich ned so, dass ichs selber nicht hör, oder?

Na und?

Nix „na und“.
Eine nicht geringe Anzahl unsrer „vermeintlichen“ Dialoge entpuppt sich im Verlauf des „Gesprächs“ als Monolog, bei denen viele Zuhörer eigentlich nur auf ne Atempause warten, um eigenen Monoquatsch abzusondern.

Des is aber jetzt echt starker Tobak!

Ja, isses. Zumindest ab und an.
Egal, darum gehts nur sekundär.
Primär hörste dich ja immer selber quatschen. Und genau das bewirkt, dass akustisch materialisierte Gedanken übern Hörnerv -bissi zeitverzögert-  dem analytischen Verstand grad nochmal vor die Füße fallen.
Und der wird plötzlich zu ner zweiten Instanz, die sich auf die Sinnhaftigkeit abgesonderter Äußerungen stürzt.
Es findet -zumindest manchmal- ein innerer Dialog mit dem Gehörten statt, was „normalerweise“ auf Äußerungen Dritter beschränkt ist.

Hää? Ich soll meine eigenen Gedanken überdenken?

Genau so!
Das betrifft übrigens auch eMail oder sonstige Postings. Bevor mer auf die „Senden-Taste“ drückt, isses für wahr eine der besten Ideen, das Geschriebene mal zu lesen.
Und zwar unter der Maßgabe, der gelesene Text sei an einen selbst gerichtet. Da spielts nicht unbedingt die erste Rolle laut zu lesen, schad aber auch ned.
Das Aha-Erlebnis dabei, Probleme stellen sich aus Sicht Dritter dar.
Wobei einem schon mal bewusst wird, dass mer das gerade formulierte Problem, sooo auch ned mal im Ansatz, selber kapiern würd. -Ergo einfach bissi verständlicher formulieren, gell?
So n Vorgehen führt, erst recht, wenns mehrfach stattfindet, leicht mal dazu, dass mer sein gerade noch so „großes“ Problem selber löste.

Puhh!

Ja, puhh! -Um auf das Selbstgespräch zurückzukommen…

…brauchste ned. Klingt garned mehr so verrückt.

…mer muss es sich nur trauen!

Glaubste, des test ich jetzt mal.
Und weißte was?
Ich tu einfach so, als würd ich mit m Knopp im Ohr telefonieren !  

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