Wie peinlich ist das denn?

Wie oft hat man das schon gedacht oder gesagt?

Nicht nur bei sich selber -ja, Fremdschämen ist en vogue! Und wer geht nicht mit der Mode?

Es gab, oder gibt da eine Zeit, in der wütet ein amerikanischer Präzedenzfall für Peinlichkeit. -Allein sein unendliches Eigenlob treibt viele in  die Pein und die damit verbundene Lichkeit.

Aber wieso? Ist es Empathie? Ein Mutter- oder Beschützerinstinkt? Oder schlicht die Bezeichnung für ein Gefühl unerträglicher Scheiße?

Was ist es, wenn wir uns derart winden? Fühlen wir uns vor den Kopf gestoßen, weil wir fremdartige Lösungen nicht ertragen können? Ihnen gar das Attribut Lösung absprechen und ihnen geflissentlich das Prädikat Peinlichkeit verleihen?

Sind wir inzwischen so größenwahnsinnig geworden, dass es nicht mehr genügt sich für seinen eigenen Mist zu schämen?

Sicher nicht. Peinlich ist eine Situation genau dann, wenn wir erkennen, dass was gravierend schief läuft. Den viel bemühten Gesunden Menschen Verstand möchte ich mal ganz bewusst außer Acht lassen -der ist genauso peinlich.

Uns wohnt anscheinend eine gewisse moralische Einordnungsfähigkeit inne. Wir wissen, das ist falsch.
-Aber?

Naja. Wir tun es trotzdem.
Hä? Wieso das denn?

Weil es sonst keine Erklärungsmöglichkeiten für Peinlichkeit gäbe. Dieses arme Wort wäre völlig Sinn befreit! Wer will denn sowas?

Oh ne, wie peinlich ist das denn?

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