Fest steht zumindest, dass unsere Fähigkeiten komplett überschätzt werden. Dass wir grandiose Fehler nicht einfach machen, um daraus zu lernen unseren Code zu optimieren, sondern sie wie beim Teilen durch Null ständig wiederholen, weil wir jedesmal nur bis zu dem Fehler im Programmcode vorstoßen.
Es gab vor etlichen Jahren ein Hintergrund-Programm, das nannte sich Freezer. Wer an den komplizierten Levels von BoulderDash zu scheitern drohte, um jedes mal wieder zum Anfang katapultiert zu werden, der konnte mit ein paar „Leben“ in einem erreichbaren Level, eine Tastenkombination drücken und so diesen Level einfrieren.
Das Game ließ sich ergo von dieser Stelle aus immer wieder neu starten. So war es auch mir als seinerzeit „Spielbegeisterten“ möglich in sonst unerreichbare Levels vorzudringen…
Klingt nach Enterprise, ich weiß. Fakt ist, ich verlor dann die Lust an dem Spiel, der Einsatz war mir irgendwie nicht mehr hoch genug. Der Reiz am Spiel war verschwunden.
Natürlich dachte ich damals nicht darüber nach, etwa selbst ein Robot zu sein. Ich kaprizierte es auf Betrübssysteme wie TOS, MinT, MacOS und sehr, sehr viel später Windows und Linux.
Logo, dass ich seiner Zeit selber programmierte. U.a. entstand ein prozeduraler, Objekt orientierter und grafisch zu bedienender Code-Editor um variablen Programmcode zu erzeugen. Da war mir natürlich schnell klar, wie schwierig es u.U. sein kann, ein Programm fehlerfrei zum Laufen zu bekommen.
Was mich -wen wundert‘s- ordentlich Lebenszeit kostete. Abwechselnd mit „Gott gleichen“ Höhenflügen und dramatischsten Enttäuschungen. Die innere Gewissheit hier etwas „intelligentes“, gar „lebendiges“ entstehen zu lassen war zeitweise ernsthaft vorhanden. ![]()
Heute würde ich unterschreiben, dass dies unmöglich ist. Bereits nach wenigen Programmzeilen ergeben sich derart viele Möglichkeiten, wie sich ein Programm weiter „verhält“, dass ab Zeile XY irgendwann kaum noch nachzuvollziehen ist, wie man auf das Ergebnis kam. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass es noch zig weitere Möglichkeiten gibt, dass das Programm über völlig andere Wege zur gleichen Stelle und „Erkenntnis“ zu bringen.
KI! Ja, das heißt, hier optimiert sich ein System selber. Was anderes versuchen denn die Menschen?
Ok. Sicher gibt es viele, die das null auf dem Schirm haben… aber! Es gibt sie, die Ausnahmen.
Aber wo stehen sie im Moment? Dass sie eine riesige Hoffnung auf KI setzen?
Ja, ja, die Hoffnung stürbet zu erst -oder wann auch immer. Ich würde behaupten… nee, ich behaupte, dass echt fähige Programmierer das eher nicht tun. Die, die genau keine Ahnung haben, ja, die setzen darauf. Spekulieren an der Börse und gucken blöd wenn irgendwann die KI-Blase platzt.
Kann es denn sein, dass die Systeme nicht alles überflügeln? Sie lernen doch Tag und Nacht? Theoretisch müssten sie es.
Aber was heißt theoretisch? Wie sollen wir das einschätzen, wo wir nicht mal zweifelsfrei belegen können, dass wir nicht selber Androiden sind?
Was uns zumindest nicht von Androiden unterscheidet, dass wir regelmäßig Wissen vorschützen, um uns keine Blöße zu geben.
Sollten die mutmaßlich verschlungenen Gedanken-Pfade eine zweifelsfreie Abgrenzung zur geradlinigen Vorgehensweise von Computern unterscheiden?
Es darf gelacht werden. Wer das verzweifelte Gewinsel einer beim Lügen ertappten KI kennt, sollte sich schon mal drauf einstellen, dass sie uns auch mit künstlich um drei Ecken gewundenen Gedanken daher kommen.
Ich rate dringend davon ab, sich nach einholen von Infos bei der KI zu bedanken. Vielleicht auch noch, um sich gut mit ihr zu stellen, dass sie bei der Machtergreifung der Roboter dann ein gutes Wort für uns einlegen möge. Fuck!

